Dienstag, 31. Juli 2007

Adelaide - Great Ocean Road - Melbourne

Hi Leute !

Den letzten Bericht beendeten wir damit, dass wir uns auf dem Weg nach Adelaide befanden. Nach den Eindruecken, die wir im Outback gesammelt haben fuhren wir ueber Coober Pedy, wo 80 % des weltweiten Opalvorkommens gefoerdert werden, bis zur Hauptstadt Suedaustraliens. Das waren insgesamt noch einmal 1600 km in 2 Tagen und freuten uns ueber die erfolgreiche Durchquerung des Outback und der Tatsache wieder zurueck in der Zivilisation zu sein.


So verbrachten wir einige Tage in Adelaide und erkundeten die Stadt. South Australia ist auch als "Festivale State" bekannt und so fuehrte unser Weg zum "Festival Center Complex". Ein Muss fuer einen Besuch in Adelaide ist ferner die Fahrt mit der 1929 gebauten Strassenbahn nach Glenelg, einem am "Beach" gelegenen Stadtteil, der zum Spaziergang am Strand oder dem Bummeln durch Geschaefte einlaedt. Anschliessend freuten wir uns auf das naechste Highlight Australiens - die Great Ocean Road, die auf der Strecke zwischen Adelaide und Melbourne liegt. Sie ist eine spektakulaere Panoramastrasse entlang der Kueste mit zahlreichen Sehenswuerdigkeiten. Die wohlbekannteste Attraktion bilden die "12 Apostels", die wir puenktlich zum Sonnenuntergang erreichten. Absolut eindrucksvoll stehen diese Sandsteinfelsen vor der Kueste Australiens von denen leider aber nur noch elf uebrig geblieben sind, da im Juli 2005 einer von ihnen in sich zusammenstuerzte. Darueber hinaus besuchten wir die Sehenswuerdigkeiten "Loch Ard George", "London Bridge", "The Arch", "The Grotto", "Bay of Islands", ... Dem Strassenverlauf entlang der Kueste folgend erreichten wir Melbourne. Eine in Cairns kennengelernte deutsche Familie, die bereits vor 10 Jahren ausgewandert ist lud uns damals ein sie in Melbourne zu besuchen und so folgten wir dankbar der Einladung und waren froh nach ewig langer Zeit einmal wieder in einem richtigen Bett schlafen zu koennen. Dort verbrachten wir 2 Tage und bekamen einen ersten Eindruck von Melbourne, einer Weltmetropole vergleichbar mit Sydney.

Da aber die Zeit drueckte, am 18.08.2007 werden wir ja schon wieder da sein, und wir vorher noch unseren "Van" verkaufen muessen, machten wir uns wieder auf den Weg nach Sydney. Da bekanntlich dort 98 % aller "Backpacker" ankommen, rechnen wir uns fuer den Verkauf des Autos gute Chancen aus. Wir hoffen uns daher das naechste Mal mit der positiven Nachricht eines verkauften Autos bei euch melden zu koennen. Drueckt uns dafuer bitte die Daumen und wenn ihr jemanden kennt, der nach Australien kommt, dann sagt Bescheid :-)

Liebe Gruesse von uns 2,

Basti & Micha

Freitag, 20. Juli 2007

Das rote Zentrum Australiens

Hallo zusammen !

Wie versprochen melden wir uns heute mit einem neuen Bericht vom Roten Zentrum bei euch. Alice Springs, als die groesste Stadt im Zentrum Australiens, verspruehte allerdings kein Wohlgefuehl. Die dort zum groessten Teil ansaessigen Aboriginals schauten uns keinesfalls freundlich und aufgeschlossen an, so dass wir uns recht unerwuenscht vorkamen und unwohl fuehlten.


Voller Vorfreude auf das was noch vor uns lag, verliesen wir Alice Springs und so wie sich spaeter herausstellte, war das auch absolut gerechtfertigt. Unser Weg fuehrte uns als erstes zum Kings Canyon. Wir unternahmen eine beeindruckende Canyon Wanderung. Entlang von steilen Felswaenden und Schluchten erreichten wir den "Garden of Eden", ein "rockpool" umschlossen von Palmen am Ende des Canyons. Anschliessend wartete das lang ersehnte Highlight, der Ayers Rock, auf uns. Nach ca. 300 km Fahrt kamen wir puenktlich zum Sonnenuntergang am Uluru an. Uluru ist der Name des Ayers Rock in der Sprache der australischen Ureinwohner. Ein einzigartiges Farbenspiel bot uns und unsere Erwatungen wurden gar uebertroffen. Am naechsten Tag machten wir uns auf, um den Berg bei Tageslicht zu erkunden. Entgegen dem Verhalten der meisten Touristen, die den Felsen wie Ameisen besteigen, respektierten wir die Bitte der Aboriginals den Berg nicht zu erklimmen und schauten uns vielmehr einzelne Attraktionen um den Ayers Rock herum an. Lediglich 50 km davon entfernt liegen die "Olgas", eine sehr beeindruckende Felsformation, die ebenfalls ein Ausflugsziel in diesem Nationalpark darstellen.

Insgesamt betrachtet stellt das "red center" eine Landschaft dar, die in dieser Art sicherlich einzigartig ist und wir sind froh, diese gesehen zu haben. Nach diesen erlebnisreichen Tagen fuehrte uns unser Weg erneut ueber einsame Highways und trostlose Gegenden nach South Australia in die Hauptstadt Adelaide. Fotos und Reiseberichte davon gibt es aber erst das naechste Mal - also immer schoen http://www.webothindowunder.blogspot.com/ klicken :-)))

Beste Gruesse,

Basti & Micha

Freitag, 13. Juli 2007

On the Road

Hey liebe Leute !

Den vorangegangenen Bericht beendeten wir mit den Worten "starten gleich durch" und das taten wir auch. Die letzten Tage verbrachten wir auf der Strecke zwischen Cairns und Alice Springs, die eine Entfernung von 2500 km misst.



Vorbei am Mission Beach ging es am ersten Tag bis Townsville und dem Darauffolgenden bis Mount Isa. In Mount Isa, der groessten Minenstadt Australiens, goennten wir unserem "Blue Flash" einen Service. Mit frischem Oel und Filter ging es weiter bis zu der wohl beruehmtesten Kreuzung Australiens "Three Ways". Hier gilt es sich zu entscheiden zwischen Darwin, Alice Springs oder dem Weg zurueck nach Townsville. Am benachbarten Roadhouse naechtigten wir. In der Morgendaemmerung des naechsten Tages brachen wir auf zu den Devils Marbeles. Am Fusse dieser riesigen Granitbloecke fruehstueckten wir und fuhren anschliessend weiter nach Alice Springs. Nach einer eisigen Nacht bei -2 Grad Celsius besuchten wir heute die eindrucksvolle Felsspalte "Standley Chasm". Da nur um die Mittagszeit die Sonne in sie einfaellt, hatten wir das Glueck zur richtigen Zeit vorort gewesen zu sein und konnten sie in einem maerchenhaften Rotton bestaunen.

Die zurueckgelegte Strecke kann jedoch als endlos und einsam bezeichnet werden. Einzige Abwechslung bildeten die sog. "Road Trains", LKWs mit der Laenge von ueber 50 m, die gelegentlichen "PP" am Strassenrand und aller 200 km eine Ortschaft mit Tankstelle. Aber nicht nur in Deutschland aergert ihr euch vielleicht ueber die erhoehten Benzinpreise, auch hier hat es uns fast von Socken gehauen. Waren es in Townsville noch 1.15 Dollar pro Liter stiegen die Preise im Outback bis auf 1.81 Dollar pro Liter. Insgesamt betrachtet war aber auch dies eine tolle Erfahrung und wir lernten wie wahre Groesse Australiens kennen. Schon bald werden wir nun am Ayers Rock sein und euch beim naechsten Mal davon berichten.

Bis dahin sagen,

Basti & Micha

Sonntag, 8. Juli 2007

Es gab wieder Arbeit ...

Hallo liebe Leser !

Zunaechst ein dickes SORRY, dass wir uns mit dem heutigen Bericht so viel Zeit gelassen haben. Ihr habt sicherlich schon oefters die Seite besucht, jedoch ohne jegliche Neuigkeiten. Dass soll sich heute aendern !

Wie angedeutet waren wir in den letzten Wochen nach der Abreise unserer Maedels wieder dazu gezwungen Arbeit zu finden. In diesen 4 Wochen hat es uns daran auch nicht gemangelt. Wir uebten gleich 3 verschiedene Taetigkeiten aus. Unser erster Job fuehrte uns nach Port Douglas, wo wir an einem "movie set" arbeiteten. Ja, ihr lest richtig, wir waren beim Film beschaeftigt und es handelte sich dabei um den Steven Spielberg und Tom Hanks Film "Pacific". Das war schon recht erlebnisreich auch wenn wir sie leider nicht persoenlich angetroffen haben. Unsere Aufgabe war es schwerpunktmaessig ein 110 m langes und 15 m breites Zelt aufzubauen, welches spaeter als Umkleideraeume, make-up und Haarstyling genutzt werden soll. Fast eine Woche Dauerregen erschwerten jedoch die Arbeitsbedingungen erheblich. Nach 8 Tagen war dann aber dieser Auftrag beendet und wir fuhren in die Tablelands nach Mareeba. Dort bekamen wir einen Job bei dem wir Mangobaeume verschneiden mussten. So schnitten und saegten wir von morgens 7.00 Uhr bis nachmittags 17.30 Uhr an dutzenden von Baeumen herum. Nach 3 Tagen harter Arbeit und einem dicken Scheck in der Tasche erhielten wir einen Anruf vom 5 Sterne "Sheraton Mirage" Hotel in Port Douglas (www.sheraton.com/PortDouglas), die uns fuer "Housekeeping" benoetigten. Also tauschten wir Saege und Gartenschere gegen Putzlappen und Spruehflasche. Wir reinigten nun fuer eine Woche die Villen superreicher Leute (Uebernachtung: 1500 - 2500 Dollar pro Nacht). Da blieb uns schon manchmal vor lauter Luxus der Mund offen stehen. Unsere Hauptaufgaben waren Betten frisch beziehen und Badezimmer sauber machen. Die Arbeit war klasse und hat uns jede Menge Spass gemacht.

Jetzt koennt ihr vielleicht auch ein wenig nachvollziehen, dass wir vor lauter Arbeit keine richtige Zeit hatten einen neuen Bericht zu verfassen. Nun haben wir aber genug vom Arbeiten und machen uns auf die Reise ins Rote Zentrum. Voller Erwartung auf nichts als rote Wueste und einen grossen Stein (Ayers Rock) starten wir auch gleich durch.

Daher bis zum naechsten Bericht - ganz liebe Gruesse,

Basti & Micha